30-07-2026
5 min
Travel tips
Mallorca
Mallorca ist nur auf der Landkarte eine kleine Insel. Sobald Sie losfahren, verändert sie sich hinter jeder Kurve: eine Bergstraße mit Blick aufs Meer, ein Steindorf, in dem die Zeit beim Mittagessen stehen geblieben zu sein scheint, eine versteckte Bucht zwischen Pinien, ein vom Wind umtoster Leuchtturm oder ein Markt im Inselinneren, auf dem sich Mallorca lokaler als touristisch anfühlt.
Deshalb geht es bei Ausflügen ab Mallorca nicht nur um Strände. Es geht um kurze Routen, die sich wie komplette Reisen anfühlen.
Von Palma de Mallorca aus erreichen Sie in weniger als 3 Stunden praktisch jeden Winkel der Insel. Entscheidend ist, authentische Orte auszuwählen, früh loszufahren, Raum für spontane Stopps zu lassen und nicht zu versuchen, alles an einem einzigen Tag zu sehen.
Sie landen auf der Insel, mieten ein Auto und können direkt losfahren, indem Sie Ihren Mietwagen am Flughafen Mallorca.
Das ist einer der schönsten Ausflüge ab Palma und zugleich einer der beliebtesten. Am besten erleben Sie ihn jedoch ohne Eile und mit weniger „Checklisten“-Mentalität.
Starten Sie früh in Valldemossa, bevor sich die Steingassen füllen. Schlendern Sie ohne Karte durch den Ort, schauen Sie in einem kleinen Laden vorbei, probieren Sie eine Coca de Patata und betrachten Sie die Blumentöpfe, als gehörten sie zur Landschaft. Fahren Sie anschließend weiter nach Deià – eines dieser Dörfer, die man nicht einfach besucht, sondern auf sich wirken lässt.
Zum Abschluss des Tages fahren Sie zum Aussichtspunkt Sa Foradada. Viel mehr braucht es nicht: parken, ein Stück laufen, aufs Meer schauen und verstehen, warum die Serra de Tramuntana so berühmt ist.
Das Besondere: die Mischung aus Bergen, Naturstein, Olivenbäumen, Klippen und Mittelmeer.
Wiber-Tipp: In der Hochsaison sollten Sie diese Route nicht zur Mittagszeit fahren. Starten Sie früh oder heben Sie sich Sa Foradada für den Sonnenuntergang auf.
Sóller hat eine ganz eigene Energie. Der Ort liegt in einem von Bergen umgebenen Tal, in der Luft liegt der Duft von Zitrusfrüchten, dazu kommen modernistische Fassaden und ein Platz, auf dem man meist länger sitzen bleibt als geplant.
Von dort geht es hinauf nach Fornalutx, einem der fotogensten Dörfer Mallorcas, mit steilen Gassen, Steinhäusern und Blick auf die Tramuntana. Danach fahren Sie hinunter nach Port de Sóller und beenden den Tag mit einem Spaziergang am Meer.
Das ist der perfekte Tagesausflug, wenn Sie an einem Tag von allem etwas erleben möchten: Dorf, Berge, Hafen, eine schöne Strecke und Essen direkt am Wasser.
Ein perfekter Plan: Sóller am Vormittag, Fornalutx vor dem Mittagessen und Port de Sóller am Nachmittag.
Etwas anderes: Wenn Sie außerhalb der Hochsaison unterwegs sind, suchen Sie sich eine kurze Wanderroute zwischen Terrassenfeldern und Orangenhainen. Diese Gegend genießt man am besten in langsamem Tempo.
Banyalbufar taucht nicht immer auf den Listen der „Must-sees“ auf – und genau das ist ein Vorteil. Das kleine Dorf liegt zwischen Terrassenhängen und Meer, mit wunderschönem Licht und einer Straße, die zum entspannten Fahren einlädt.
Das nahe gelegene Estellencs ist noch ruhiger. Hier geht es nicht darum, möglichst viel zu unternehmen, sondern das Tempo zu drosseln: an einem Aussichtspunkt halten, auf einer Terrasse etwas trinken, bei gutem Wetter zu einer Bucht hinuntergehen und eine stillere Seite Mallorcas genießen.
Warum es sich lohnt: weil sich dieser Küstenabschnitt noch sehr ursprünglich anfühlt und weniger offensichtlich touristisch ist als andere Orte in der Tramuntana.
Praktischer Tipp: Die Straßen sind schmal und kurvenreich. Ein handliches Auto, Geduld und keinerlei Eile sind hier die beste Kombination.
Sa Calobra ist ein spektakulärer Tagesausflug, den man aber nicht völlig unvorbereitet angehen sollte. Die Straße ist Teil des Erlebnisses: Kurven, Berge, Aussichtspunkte und eine Ankunft, die Ihnen den Atem rauben kann.
Vor Ort können Sie bis zur Mündung des Torrent de Pareis laufen und eine der filmreifsten Landschaften Mallorcas erleben. Wenn Sie es etwas ruhiger mögen, kombinieren Sie die Route mit Cala Tuent, einer grüneren und meist entspannteren Alternative.
Auf dem Rückweg lohnt sich ein Stopp in Lluc, einem bedeutenden Ort mitten in der Serra de Tramuntana. So wird aus einem Strandausflug eine komplette Bergroute.
Ideal für: Reisende, die gerne Auto fahren und eine der eindrucksvollsten Routen der Insel erleben möchten.
Fehler, den Sie vermeiden sollten: Im Sommer zu spät loszufahren. Verkehr, Kurven und Parkplatzsuche können das Erlebnis deutlich verändern.
Der Norden Mallorcas hat einen ganz eigenen Charakter. Pollença ist ein idealer Ausgangspunkt: Altstadt, Steintreppen, ruhige Plätze und eine Atmosphäre, die eher lokal als typisch küstennah wirkt. Von dort übernimmt die Straße Richtung Formentor den Rest.
Der Aussichtspunkt Es Colomer ist ein Pflichtstopp, aber bleiben Sie nicht nur dort. Die Halbinsel Formentor zeigt eine wildere Schönheit mit Klippen, Pinienwäldern, Buchten und diesem Gefühl vom „Ende der Insel“, das man nicht überall findet.
Empfohlener Plan: Früh nach Pollença, dann zum Aussichtspunkt, zum Strand von Formentor, sofern der Zugang erlaubt ist, und rechtzeitig zurückfahren.
Wichtig: Im Sommer kann es auf der Straße nach Formentor Verkehrsbeschränkungen geben. Prüfen Sie die aktuellen Regelungen vor der Fahrt und verlassen Sie sich nicht auf spontane Entscheidungen.
Unukomo - Wikipedia
Artà hat Charakter. Es ist nicht einfach nur ein hübsches Dorf: Es gibt einen Markt, Straßen mit Persönlichkeit, einen schönen Aufstieg zum Santuari de Sant Salvador und ein angenehmes Gefühl echten lokalen Lebens.
Von Artà fahren Sie zur Ermita de Betlem. Die Straße führt durch eine trockenere, offenere Landschaft mit Blick auf das Meer und die Bucht von Alcúdia. Anschließend geht es hinunter nach Colònia de Sant Pere zum Mittagessen oder für einen Spaziergang am Wasser.
Dieser Ausflug ist perfekt, wenn Sie einen Ort suchen, der weniger überlaufen ist als die bekanntesten Klassiker der Insel.
Warum wir die Route mögen: weil die Route Inselinneres, Spiritualität, Landschaft und Küste verbindet, ohne ihre Authentizität zu verlieren.
Idealer Plan: Artà am Vormittag, Ermita de Betlem vor dem Mittagessen und Colònia de Sant Pere am Nachmittag.
A. Savin - Wikipedia
Capdepera ist einer dieser Orte, an denen ein Auto einen besonders abwechslungsreichen Tagesausflug möglich macht. Beginnen Sie mit der Burg und ihrem weiten Blick über den Nordosten und fahren Sie danach weiter zu einigen der schönsten Strände der Gegend.
Cala Mesquida ist die bequemste und zugleich beeindruckendste Option, mit Dünen und offenem Meer. Cala Torta wirkt, sofern Bedingungen und Zufahrt es erlauben, noch wilder und weniger erschlossen.
Ideal für: alle, die Geschichte und Baden an einem Tag verbinden möchten.
Praktischer Tipp: An den Stränden im Nordosten sollten Sie Wind und Wellengang prüfen. Nicht jeder Tag eignet sich gleich gut zum Baden.
Araceli Merino - Wikipedia
Im Südosten Mallorcas gibt es viel zu entdecken, deshalb machen wir daraus einen kompletten Tagesausflug. Santanyí ist der beste Ausgangspunkt, besonders an einem Markttag. Goldfarbener Stein, Galerien, Terrassen und eine lokale Atmosphäre laden dazu ein, etwas länger zu bleiben.
Danach geht es hinunter nach Cala Figuera, einem schmalen, fotogenen Fischerhafen, in dem die Boote zwischen weißen Häusern zu parken scheinen. Zum Baden eignet sich Mondragó mit Buchten wie S’Amarador oder Sa Font de n’Alis. Oder Sie fahren weiter nach Es Trenc, wenn Sie einen langen, hellen und typisch mediterranen Strand suchen.
Das Besondere: die Route verbindet Dorf, traditionellen Hafen, Naturpark und Postkartenstrand an einem einzigen Tag.
Wiber-Tipp: Versuchen Sie in der Hochsaison nicht, direkt an jeder Bucht zu parken. Manchmal sind 10 Minuten zu Fuß der schönste Teil des Plans.
Nicht jeder Ausflug auf Mallorca muss an einer Bucht enden. Das Pla de Mallorca im Inselinneren eignet sich perfekt für einen lokalen, kulinarischen und entspannten Tagesausflug.
Sineu ist ideal, wenn Ihr Besuch auf einen Markttag fällt. Der Ort ist lebendig, bietet traditionelle Bars und liegt sehr günstig für Erkundungen im Zentrum der Insel. Petra ergänzt die Route um Geschichte und ländliches Flair, mit Steingassen und weniger touristischem Trubel. Das Santuari de Bonany belohnt Sie schließlich mit weitem Blick über das mallorquinische Inselinnere.
Warum es sich lohnt: weil die Route eine weniger offensichtliche Seite Mallorcas zeigt – landwirtschaftlicher und näher am Alltag der Insel.
Wiber-Tipp: Diese Route ist perfekt für bewölkte Tage, den Winter oder immer dann, wenn Sie eine Pause vom Strand möchten, ohne in Palma zu bleiben.
Alaró liegt ganz in der Nähe von Palma und fühlt sich trotzdem wie ein echter Ausflug an. Das Dorf ist angenehm, mit Platz, Cafés und lokaler Atmosphäre. Von dort fahren Sie Richtung Orient über eine wunderschöne Straße durch Berge und Olivenhaine.
Wenn Sie Lust auf eine Wanderung haben, gehört das Castell d’Alaró zu den besten Zielen im Inselinneren. Der Aufstieg lohnt sich: weite Ausblicke, echtes Höhengefühl und ein Mallorca, das sich von oben noch besser erschließt.
Ideal für: aktive Reisende, Paare und alle, die eine kurze Route mit viel Landschaft suchen.
Wichtig: Tragen Sie geeignetes Schuhwerk, nehmen Sie Wasser mit und vermeiden Sie beim Wandern die heißesten Stunden des Tages.
Valldemossa, Deià, Sa Foradada, Sóller und Port de Sóller. Perfekt, wenn Sie zum ersten Mal auf Mallorca sind und eine landschaftlich reizvolle, mediterrane und besonders fotogene Route suchen.
Santanyí, Cala Figuera, Mondragó, Es Trenc und Colònia de Sant Jordi. Ideal, um Markt, Fischerhafen, Buchten und Sonnenuntergang am Meer zu verbinden.
Sineu, Petra, Bonany, Alaró und Orient. Ein Tagesausflug, um Mallorcas Steindörfer, Landschaft, Plätze und ruhige Straßen zu entdecken.
Starten Sie früh. Auf Mallorca hilft frühes Losfahren nicht nur dabei, Hitze und Menschenmengen zu vermeiden: Auch Licht, Parkplatzsituation und das gesamte Erlebnis verändern sich.
Planen Sie nicht zu viele Stopps an einem Tag ein. Die Insel wirkt klein, doch Bergstraßen, Zufahrten zu Buchten und die Parkplatzsuche können jeden Plan deutlich verlängern.
Nehmen Sie immer Wasser, Sonnenschutz, Badesachen und bequemes Schuhwerk mit. Selbst ein Dorfausflug kann an einer Bucht, einem Aussichtspunkt oder auf einem steinigen Weg enden.
Prüfen Sie in der Hochsaison mögliche Zufahrtsbeschränkungen. Gebiete wie Formentor, manche Buchten und Naturräume können Einschränkungen, Besucherlimits oder begrenzte Parkmöglichkeiten haben.
Respektieren Sie die Straßenränder. Falschparken auf schmalen Straßen oder in Naturräumen kann nicht nur ein Bußgeld nach sich ziehen, sondern auch Zufahrten blockieren und die Umgebung beeinträchtigen.
Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Smartphone. Laden Sie Routen herunter oder speichern Sie Standorte vor der Abfahrt, besonders in der Tramuntana oder bei Buchten mit schwachem Empfang.
Und lassen Sie Raum für Unerwartetes. Auf Mallorca liegt der schönste Moment oft nicht am eigentlichen Ziel, sondern an dem Aussichtspunkt, an dem Sie „nur für eine Minute“ angehalten haben.
Das hängt davon ab, wie Sie am liebsten reisen.
Wenn Sie ein echtes Postkartenmotiv suchen, wählen Sie Valldemossa, Deià oder Formentor. Wenn Sie ruhige Dörfer suchen, probieren Sie Banyalbufar, Estellencs, Artà oder Sineu. Wenn Sie Lust auf Meer und Natur haben, sind Mondragó, Es Trenc, Cala Tuent oder Cala Mesquida eine gute Wahl. Wenn Sie eine aktivere Route bevorzugen, wählen Sie Alaró, Sa Calobra oder die Serra de Tramuntana. Und wenn Sie ein weniger offensichtliches Mallorca entdecken möchten, fahren Sie ins Inselinnere: Petra, Bonany, Orient oder Colònia de Sant Pere.
Das Beste daran, Mallorca mit dem Auto zu entdecken, ist die Freiheit, spontan zu entscheiden. Tauschen Sie eine Bucht gegen ein Dorf, eine lange Route gegen einen Aussichtspunkt oder ein schnelles Mittagessen gegen eine ausgedehnte Mahlzeit mit Aussicht.
Denn die besten Ausflüge sind nicht immer die berühmtesten. Es sind die, bei denen Sie für ein paar Stunden das Gefühl haben, dass die Insel ein kleines bisschen Ihnen gehört.
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